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Lesenswertes

Bier/Biersorten

Bier ist ein aus Gerstenmalz, Hopfen und Wasser durch Vergärung mit Hefe zubereitetes alkoholisches und kohlensäurehaltiges Getränk, das seinen Geschmack im wesentlichen den unvergorenen Malzbestandteilen, den Bitterstoffen des Hopfens (lupulin), anderen Bukettstoffen sowie dem Alkohol und der Kohlensäure verdankt.

Der erste Nachweis der Biererzeugung stammt aus dem 7. Jahrhundert vor Christus und ist auf dem sogenannten "monument bleu" (Blauen Stein), der im Gebiet des früheren Babylon gefunden wurde, festgehalten.

 

Zur Zeit Karls des Großen (um 800 n. Ch.) lernte man, den Geschmack des Biers durch Beigabe von Hopfen zu veredeln.

 

Im Mittelalter sorgten vor allem die Klöster für die Verbreitung des Bieres in Europa. Seit 1516 besteht in der Bundesrepublik Deutschland das Reinheitsgebot. Es besagt, daß Bier nur aus Gerstenmalz, Hopfen und Wasser gebraut werden darf (Ausnahmen Weizenbier, Altbier, Kölsch, Berliner Weiße). Dieses Gesetz ist in Bayern heute noch in Kraft.

 

Erzeugung Mälzen
Die gereinigte und sortierte Braugerste wird eingeweicht und gekeimt. dabei ensteht das sogenannte Grünmalz.

 

Darren
Das Grünmalz wird auf der Darre bei unterschiedlichen Temeraturen heißluftgetrocknet. Es entsteht das Darrmalz.

 

Maischen
Das Malz wird mit Wasser vermischt, wobei Stärke zu Malzzucker umgewandelt wird. Dabei entsteht die ungehopfte Würze. Würze kochen Zur ungehopften Würze wird Hopfen in die Brau- und Sudpfanne gegeben. Die Würze wird nun gekocht, und man erhält die Ausschlagwürze.

 

Gärung
Die gehopfte Würze wird mit Reinzuchthefe vergoren. Es entstehten Alkohol und Kohlendioxyd. Das Produkt heißt Jungbier. Untergärung Obergärung Zugabe untergäriger Hefe Zugabe obergäriger Hefe Lagerung und Reifung Das Jungbier wird in geschlossenen Gärtanks ein bis fünf Monate gelagert.

 

Filtration, Pasteurisation
Das Bier wird klar filtriert. Manchmal pasteurisiert (Exportbiert), was eine längere Haltbarkeit bewirkt.

 

Abfüllung

Das Bier wird in Fässer, Flaschen oder Dosen abgefüllt.

 

Bekannte Biermarken Österreich
Ottakringer Bier (Wien), Egger Bier (NÖ.), Hubertus-Bräu (NÖ.), Reininghaus-Bier (Stmk.), Puntigamer Bier (Stmk.), Gösser Bier (Stmk.), Villacher Bier (Ktn,), Hirter Bier (Ktn.), Österreichische Brau-AG (Schwechat, Zipf, Wieselburg, Bürgerbräu Innsbruck, Hofbräu Kaltenhausen), Grieskirchner Bier (OÖ.), Stiegl-Bräu (Sbg.), Augustiner-Bräu (Sbg.), Adam-Bräu (Tirol), Fohrenburg-Bier (Vlbg.), Mohren-Bräu (Vlbg.).

 

Bundesrepublik Deutschland
Paulaner Bräu (München), Hofbräu (München), Spatenbräu (München), Löwenbräu (München), Hacker-Pschorr Bräu (München), Kulmbacher Bier (Kulmbach, Bayern), Kulmbacher Kulminator (stärkstes Bier der Welt mit 28° Würzgehalt und 8 Vol.-% Alkohol), Schlenkerla Rauchbier (Bamberg), DinkelackerSchwabenbräu Bier (Stuttgart), Henninger Bier (Frankfurt), Frankenheim Bier (Düsseldorf), Hannen Bier (Mönchengladbach), Dortmunder-Actien-Bräu (Dortmund), Dortmunder (Union Bier (Dortmund), König Pilsner (Duisburg), Schultheiß Bier (Berlin), Berliner Kindl (Berlin), Beck's Bier (Bremen), Holsten Bier (Kiel), Schäffbier (Altmühltal, Bayern).

 

Schweiz

Sibra Cardinal (Fribourg), Feldschlößchen (Rheinfelden), Müller (Neuchâtel), Valaisanne (Sion), Gurten (Bern), Hürlimann (Zürich), Schützengarten (St. Gallen), Löwenbräu (Zürich), Falken (Schaffhausen), Haldengut (Winterthur), Eichhof (Luzern), Warteck (Basel), Calanda (Chur), Birra Bellinzona. Darüber hinaus werden die Marken Carlsberg (Dänemark), Pilsner und Budweiser (Tschechoslowakei) gerne angeboten.

 

Arten
Nach dem Stammwürzgehalt und Charakter unterscheidet man folgende Biere:

 

In Österreich
Der Mindestalkoholgehalt für Bier beträgt 0,4 Gew.-% (1 Vol.% = 0,8 Gew.-%) Bierbezeichnung Stammwürz- Alkoholgehalt Merkmale gehalt in Gew.-% "UNTERGÄRIGE BIERE" Schankbiere 10-12° 3-3,4 hell, würziger Geschmack Lagerbiere 12-14° 3,9-4,2 zwei Drittel der in Öster- (Märzen) reich konsumierten Biere; ist ein aromatisches Vollbier Spezialbiere 13-14° 4-4,5 Vollbier, goldgelb, voll-mundig, gewinnt immer mehr an Bedeutung, für den Ex-port pasteurisiert Premium- und 12-14° 4-4,5 Vollbier, hell und stark Pilsbiere,wenn gehopft als Schankbier bezeichnet 11 Bockbiere 16-20° 5-6 Starkbier mit langer Lage-(Starkbiere) rung, vollaromatisch, hell und dunkel Nährbier mindestens 12° Vollbier, auch Malzbier genannt, hoher Anteil an Malzzucker (unvergoren), etwas süßlicher Geschmack "OBERGÄRIGE BIERE" Weizenbier 12-14° 4-4,2 kristallklar oder hefetrüb "Weißbier" Hopfen- und Malzgetränke, die unter 0,4 Gew.-% Alkohol aufweisen, dürfen nicht als Bier bezeichnet werden (z.B. Schloßgold, Birell).

 

In der Bundesrepublik Deutschland
Der Mindestalkoholgehalt für Biere beträgt 0,5 Vol.-% Bierbezeichnung Stammwürz- Alkoholgehalt Merkmale gehalt "UNTERGÄRIGE BIERE" Pils 11-12° Vollbier, würziger Ge- schmack, hell und stark gehobelt Export (Lager) mind. 12,5° Vollbier, goldgelb und vollmundig Bock 16-18° Starkbier, hell u. dunkel, (Doppelbock) vollaromatisch "OBERGÄRIGE BIERE" Einfachbiere 2-5,5° mind. meist obergärige Biere, 0,5 Vol.-% z. B. Süßbier Berliner Weiße 7-8° Schankbier, hopfenbiterer Geschmack, hell, starke Kohlensäurebildung, mit einem Schuß Himbeersaft od. Waldmeisteressenz Alt 11-12° Vollbier, dunkel, stark gehopft, herber, voller Geschmack Kölsch 11-12° Vollbier, hell hopfenbetont Weizenbier 12,5° Vollbier, hell in der Farbe, starke Kohlensäurebildung, mit einer Zitronenscheibe serviert Rauchbier mind. 11° Vollbier, kräftiger, rauchiger Geschmack.

 

In der Schweiz
Der Mindestalkoholgehalt bei Bier beträgt 0,7 Vol.-%. In der Schweiz heißen Biere mit weniger Alkoholgehalt alkoholfreie Biere. Bierbezeichnung Stammwürz- Alkoholgehalt Merkmale gehalt "UNTERGÄRIGE BIERE" Lager 10-12° Vollbier, hell, würziger Geschmack, dazu zählen alle Märzen-, Pilsner und Lagerbiere Spezial (Export) 11,5-14° Vollbier, goldgelb, vollmundig Starkbier mind. 14° Starkbier, alle Bock- und Doppelbockbiere, vollaromatisch, hell und dunkel Auch in der Schweiz werden nach deutscher Art obergärige Biere gebraut.

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